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Travel Diary: Sri Lanka

Während es bei uns wieder kälter ist und der Frühling noch auf sich warten lässt, träumen viele schon von warmen Temperaturen, endlos weiten Stränden und Meer. Ich gehöre definitiv auch dazu. Um ehrlich zu sein, bin ich überhaupt kein „Wintermensch“. Ich liebe lange heiße Sommertage und warmen Sand zwischen den Zehen. Noch dazu empfinde ich Temperaturen unter 28 Grad als „etwas kühl“ =P Tja und weil ich gerade so in Erinnerungen an wärmere Zeiten schwelge, dachte ich, es ist genau der richtige Zeitpunkt, um über meine Reise nach Sri Lanka zu schreiben.

Mein Sri Lanka Urlaub liegt nun leider auch schon wieder zwei Jahre zurück. Ich hatte gerade, genau wie meine Cousine, das Bachelor-Studium abgeschlossen. Als Krönung für drei lange Jahre voller Arbeit, Fleiß und auch Tränen (manchmal vor Wut, manchmal vor Freude und Erleichterung), wollten wird uns einen gemeinsamen Erholungsurlaub gönnen. Dabei fiel unsere Wahl auf Sri Lanka. Wir wussten nicht viel über das Land außer, dass es wunderschön und weit weg ist. Weit weg und wunderschön hat sich für uns aber ziemlich gut angehört. Um die absolute Entspannung zu erleben, haben wir uns für eine zwei wöchige Ayurveda-Kur entschieden. Um ganz ehrlich zu sein, hatte ich bis zu meiner Reise keine Ahnung von Ayurveda, aber meine Tante hatte uns die Behandlungen wärmstens empfohlen, da sie selbst schon zwei Mal in Sri Lanka für eine Ayurveda-Kur war.

Weit weg im indischen Ozean…

Wie bereits erwähnt, ist Sri Lanka nicht gleich mal um die Ecke. Nach zwei fünf Stunden Flügen und Zwischenstopp in Doha sind wir in Colombo, der Hauptstadt von Sri Lanka, gelandet. Danach ging es noch zwei Stunden mit dem Taxi zum Hotel. Um drei Uhr Früh Ortszeit kamen wir in unserem Zimmer an und sind total fertig ins Bett gefallen. Rechtzeitig zum Mittagessen waren wir wieder ansprechbar und halbwegs ausgeschlafen. Wir gingen zum ersten Mal auf den Balkon unseres Zimmers und staunten nicht schlecht, als wir das Meer, Strand und Palmen direkt vor unserer Nase hatten. Auf einer Palme flitzte sogar ein kleines Streifenhörnchen hinauf. Beim Mittagessen wurden wir sofort von der Rezeptionistin zu einer Ärztin geschickt, die uns untersuchen sollte, um herauszufinden, welche Ayurveda-Behandlungen wir bekommen sollten.

Meine Erfahrungen mit Ayurveda

Wir gingen also zu besagter Ärztin und ließen uns untersuchen…die Untersuchung lief aber nicht wie bei gewöhnlichen Ärzten ab. In grammatikalisch eher schlechtem Englisch bat uns die Ärztin unsere Handgelenke auszustrecken, damit sie unseren Puls fühlen kann. Ich gab ihr also meine Hand und ließ sie einfach mal fühlen. Nach circa 30 Sekunden zählte sie einige meiner körperlichen „Beschwerden“ auf (Wahnsinn! Alles richtig. Wie macht die das???) Nach der Untersuchung teilte sie unsere Behandlungen ein. Massagen, unterschiedliche Behandlungen und Bäder. Wir waren gespannt. Am nächsten Tag ging es los. Die erste Massage: Headmassage. In unserem Zimmer lag ein ein kleines Stück Stoff (es sah aus wie zwei miteinander verbundene Stoffdreiecke mit Schnüren dran), das wir vor den Massagen anziehen sollten….nur das. Nachdem wir herausgefunden hatten, wie man  dieses merkwürdige Unterhosen-Teil anzieht, sind wir los zu unserer ersten Headmassage. Voller Erwartungen auf die absolute Entspannung bin ich also in eine der Kabinen gegangen. Eine kleine, etwas stärkere Masseurin kam auf mich zu und begann mit der Kopfmassage. Sie kippte (ja genau, kippte) eine große Portion Öl über meinen Kopf und begann das Ganze wie wild mit ihren Fingerspitzen einzumassieren.  Mein einziger Gedanke war, wie ich das Öl und die Knoten, die sie gerade produzierte wieder aus meinen Haaren bekommen sollte. Naja dazu später mehr… Nach 20 Minuten wildem Kopfkraulen, ging es für mich weiter mit einer Fußmassage. Die war schon besser. Zwar immer noch ein bisschen wild (die Masseurinnen zupften an meinen Zehen), aber schon entspannender. Abschließend gab’s noch eine Rückenmassage, bei der ich mit heißen Kräuterpäckchen abgetupft wurde. Anfangs auch etwas gewöhnungsbedürftig, aber dann auch ganz angenehm.

Öl, Öl und noch mehr Öl…

Wie eine kleine Ölsardine ging ich wieder in unser Zimmer und war irgendwie ganz schön fertig…nicht nur wegen des Öls. Irgendwie fühlte ich mich, als ob ich gerade einen Marathon gelaufen wäre. In den nächsten Tagen bekamen wir immer wieder Kopfmassagen, Rückenmassagen und Bäder. Die Entspannung setzte meist erst nach den Behandlungen ein. Nach einer Woche bekam ich meine erste Shirodara-Behandlung, ein Prozedere, bei der man Öl über die Stirn gegossen bekommt. Ich muss zugeben, dass ich mich nicht sehr auf diese Behandlung gefreut hatte, da ich das viele Öl kaum mehr aus den Haaren bekommen hatte…Nun ja ich hab es dann aber doch ausprobiert. Das Ganze dauerte nur 10 Minuten. Danach bekam ich einen Turban und sollte ihn drei Tage lang nicht mehr abnehmen…ich sollte also auch mit dem warmen öligen Ding am Kopf schlafen. Ich habe es nach zwei Stunden abgenommen. Shirodara war dann wohl doch zu heftig für mich. Angeblich setzt die Beruhigende Wirkung erst nach ein oder zwei Tagen ein, aber so lange wollte ich gar nicht erst warten. Ich fühlte mich durch die Massagen schon entspannt genug. So viel also zu meiner Erfahrung mit Ayurveda. Ich würde es auf jeden Fall noch einmal machen, diesmal aber in einer Light-Version ohne die ganzen speziellen Behandlungen – Die sind dann eher etwas für die eingefleischten Ayurveda-Fans.

Abenteuer Sri Lanka

Abseits des ganzen Ayurveda haben wir uns natürlich auch Sri Lanka angesehen. Das Land bietet wirklich eine unglaubliche Vielfalt an Natur und auch die Menschen sind dort wahnsinnig nett und hilfsbereit. Wir haben sind meist mit dem Taxi oder mit einem Tuk Tuk Fahrer in die nächstgelegenen Orte gefahren. Einen Ausflug sollte man unbedingt auch nach Galle machen. Galle ist eine Stadt im Südwesten von Sri Lanka. Rund um die Stadt wurde von den Portugiesen im 16. Jahrhundert eine Festung erbaut. Die alten Festungsmauern geben der Stadt auch heute noch einen gewissen Charme. Außerdem kann man in Galle eine englische Tea Time mit leckeren Scones und Tee genießen. Weitere Ausflugsziele auf unserer Liste waren buddhistische Tempel, Teeplantagen und eine Fahrt in die Hauptstadt Colombo. Eines unserer Highlights war das Vollmond-Fest, das die Buddhisten bei jedem Vollmond in den Tempeln feiern. Leider verging die Zeit in Sri Lanka so schnell, dass wir nicht alles von unsrer Sightseeing-Liste streichen konnten. Deshalb wollen wir unbedingt noch einmal nach Sri Lanka 🙂

Beste Reisezeit und Flüge
  • Für Sri Lanka gibt es grundsätzlich keine bestimmte Jahreszeit, die für eine Reise auf die schöne Insel im indischen Ozean am besten geeignet wäre. In Sri Lanka ist das Wetter das ganze Jahr über sehr angenehm. Allerdings ist es von Region zu Region unterschiedlich – Deshalb sollte man sich informieren, wie das Wetter zur Zeit der Reise in den verschiedenen Gebieten ist. Es kommt auch darauf an, welchen Aktivitäten man während der Reise nachgehen möchte. Ein Besuch vieler Nationalparks ist bei extremer Hitze sicher nicht angenehm.
  • Quatar Airways fliegt täglich von Wien über Doha nach Colombo.
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